Lebensbeschreibung des Charlottenburger Stadtpfarrers Johann Christian Gottfried Dressel 1751-1824

Johann Christian Gottfried Dressel wurde am 22.9.1751 in Crossen an der Oder geboren und starb am 16.10.1824 in Charlottenburg. 1771 begann er ein Theologiestudium in Wittenberg, das er ein Jahr später in Halle fortsetzte und 1773 abschloss. Nach seinem Studium war Dressel ein Jahr lang Konrektor in Werder, ehe er eine Stelle als Rektor in Biesental bekam. 1778 übernahm er das Pfarramt in der Stadt Charlottenburg. Zu diesem Zeitpunkt war Charlottenburg ein ländliches Städtchen, in dem die Bewohner hauptsächlich Ackerbau und Viehzucht trieben. Die Kirchengemeinde war in einem genauso kläglichen Zustand wie die Schulen, die damals der Kirche unterstanden. Auch die Armut war groß. Dressel setzte sich für die Verbesserung der Lebensbedingungen in seiner Gemeinde ein und reformierte das Schulwesen in Charlottenburg. Auf seine Iniative hin wurden das erste Schulhaus Charlottenburgs in der Gierkezeile gebaut und 1802 ein Armenkrankenhaus. Neben seinen Tagebüchern verfasste Dressel zwei Chroniken, die ihn berühmt machen sollten: die sogenannte Pfarrchronik, die im Besitz der Luisenkirche ist, und die sogenannte Dressel-Chronik, die im Besitz des Bezirksamtes Charlottenburg-Wilmersdorf ist. Beide Chroniken berichten über die Geschichte der Stadt Charlottenburg und sind in ihrer Art einzigartig. Zudem hat Dressel sechs Tagebücher geschrieben. Die ersten beiden Bände befinden sich in der Königlichen Magistratsbibliothek im Verwaltungsinformationszentrum des Bezirksamtes Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin. Der erste Band berichtet über Dressels Kindheit, Jugend und Studium. Der zweite behandelt die Zeit bis zu seinem Amtsantritt in Charlottenburg. Die vier anderen Bände sind derzeit verschollen.

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